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Marketing für Trauerredner — Website, SEO

Marketing für freie Trauerredner — Website, SEO, ProvenExpert

Marketing für freie Trauerredner — Website, SEO und ProvenExpert

Die meisten Trauerredner-Websites schaden mehr, als sie nützen. Drei Absätze Fliesstext ohne Foto, keine Telefonnummer, kein Google-Eintrag. Vier Bausteine reichen, um online gefunden zu werden: Google-Unternehmensprofil, Ein-Seiten-Website, ProvenExpert-Bewertungen und lokale SEO-Grundlagen. Alles selbst machbar, an einem Wochenende.

Auf einen Blick

  • Dein Google-Unternehmensprofil bringt dir mehr Anfragen als jede Website — 70 % der lokalen Suchanfragen enden im Maps-Ergebnis.
  • Eine Ein-Seiten-Website mit Foto, Arbeitsweise und Kontaktformular reicht für den Anfang — fünf Unterseiten braucht kein Mensch.
  • ProvenExpert sammelt Bewertungen zentral und zeigt Google-Sterne in den Suchergebnissen — der Basis-Tarif ist kostenlos.
  • Lokale SEO bedeutet: Stadtname in den Seitentitel, konsistente Kontaktdaten überall, fünf Bewertungen als Minimum.
  • Du brauchst keine Agentur. Die vier Bausteine in diesem Artikel sind an einem Wochenende umsetzbar.

Google-Unternehmensprofil — dein wichtigster Marketing-Kanal

Wenn eine Familie “Trauerredner Augsburg” googelt, erscheint zuerst das Maps-Ergebnis mit drei Einträgen. Deine Website taucht — wenn überhaupt — darunter auf. Ohne Google-Unternehmensprofil existierst du für diese Familie nicht.

Die Einrichtung dauert 20 Minuten. Geh auf business.google.com, erstelle ein Profil mit deinem vollständigen Namen oder Firmennamen, wähle die Kategorie “Trauerredner” und trage dein Einzugsgebiet ein. Google schickt dir eine Postkarte mit einem Bestätigungscode — nach zwei bis fünf Tagen ist dein Profil verifiziert und live.

Thomas Brenner aus Augsburg hat sein Google-Profil im März 2025 eingerichtet. Vorher kamen seine Aufträge ausschliesslich über Bestatter-Empfehlungen. Sechs Monate und acht Bewertungen später erhält er zwei bis drei Anfragen pro Monat direkt über Google. “Ich hätte das drei Jahre früher machen sollen”, sagt er. Sein Profil zeigt ein professionelles Porträtfoto, drei Sätze zu seiner Arbeitsweise und seine Handynummer.

Was dein Profil braucht

  • Professionelles Foto — kein Selfie, kein Gruppenbild. Ein Porträt in seriöser Kleidung, aufgenommen bei Tageslicht. Ein Fotograf kostet 80–150 €, aber auch ein Foto vom Smartphone vor einer neutralen Wand funktioniert, wenn die Qualität stimmt.
  • Beschreibung — zwei bis drei Sätze. Wer du bist, wie du arbeitest, welches Gebiet du abdeckst. Beispiel: “Freier Trauerredner im Raum Augsburg und Schwaben. Ich gestalte persönliche Trauerfeiern, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen — nicht die Trauer.”
  • Kontaktdaten — Telefonnummer, E-Mail, Website (falls vorhanden). Jede fehlende Angabe ist ein Grund für eine Familie, zum nächsten Eintrag zu scrollen.
  • Öffnungszeiten — klingt seltsam für Trauerredner, aber Google zeigt Profile mit Öffnungszeiten bevorzugt an. Trage “Termine nach Vereinbarung” ein oder setze Erreichbarkeitszeiten.
  • Fotos der Arbeit — ein Bild eines geschmückten Rednerpults, ein Blick in eine Trauerhalle (mit Erlaubnis des Bestatters), ein Ausschnitt einer handgeschriebenen Rede. Drei bis fünf Bilder reichen.

Bewertungen gezielt sammeln

Ein Profil ohne Bewertungen wirkt wie ein leeres Restaurant. Fünf Bewertungen sind das Minimum, ab dem Familien Vertrauen fassen. Frag nach jeder Trauerfeier — nicht am selben Tag, sondern eine Woche später per kurzer SMS oder E-Mail: “Liebe Frau Meier, ich hoffe, die Trauerfeier hat Ihnen und der Familie gutgetan. Wenn Sie möchten, freü ich mich über eine kurze Bewertung auf Google. Hier der Link: [direkter Link].” Den direkten Bewertungslink findest du in deinem Google-Unternehmensprofil unter “Bewertungen” → “Bewertungslink teilen”.

Nicht jede Familie wird antworten. Rechne mit einer Quote von 20–30 Prozent. Nach 20 Trauerfeiern hast du vier bis sechs Bewertungen — genug, um in den lokalen Suchergebnissen sichtbar zu werden.

Deine Website — weniger ist mehr

Du brauchst keine Website mit acht Unterseiten, einem Blog und einem Kalender-Widget. Du brauchst eine Seite, die drei Fragen beantwortet: Wer bist du? Wie arbeitest du? Wie erreiche ich dich?

Sabine Keller aus Freiburg hat ihre Einzelseite im Herbst 2024 veröffentlicht. Drei Absätze Text, ein professionelles Foto, ein Kontaktformular. Kein Blog, keine Preisliste, keine Unterseiten. Heute kommen rund 40 Prozent ihrer Anfragen über Google — Familien, die “Trauerrednerin Freiburg” eingeben und auf ihrer Seite landen. Die restlichen 60 Prozent laufen weiterhin über Bestatter. Aber dieser Online-Kanal existierte vorher nicht.

Welchen Baukasten nehmen?

Vergiss WordPress, wenn du kein Technik-Mensch bist. Zwei Alternativen, die ohne Vorkenntnisse funktionieren:

  • Jimdo — ab 11 €/Monat (Paket “Start”). Deutsche Firma, deutschsprachiger Support, DSGVO-konform. Die Designs sind schlicht, aber das ist für deinen Zweck ein Vorteil. Domain inklusive.
  • Squarespace — ab 16 €/Monat (Paket “Basic”). Elegantere Designs, etwas mehr Einarbeitungszeit. Amerikanischer Anbieter, aber EU-Server verfügbar. Domain inklusive.

Beide bieten SSL-Verschlüsselung (das Schloss-Symbol im Browser), responsive Design (deine Seite sieht auch auf dem Handy gut aus) und ein integriertes Kontaktformular. Du brauchst keinen Webdesigner. Plane einen Samstagnachmittag ein.

Was auf die Seite gehört

Kopfbereich: Dein Name, dein Titel (“Freie Trauerrednerin”), dein Einzugsgebiet. Sofort sichtbar, ohne zu scrollen.

Über mich: Drei bis fünf Absätze. Nicht dein Lebenslauf, sondern deine Haltung. Warum machst du das? Wie gehst du an einen Trauerfall heran? Was erleben Familien, die mit dir arbeiten? Schreibe so, wie du mit einer Familie am Küchentisch sprichst — nicht wie für eine Festschrift.

Ablauf: Beschreibe in vier bis fünf Stichpunkten, was nach der Kontaktaufnahme passiert. Erstgespräch, Trauergespräch, Redevorbereitung, Trauerfeier, Nachgespräch. Familien wollen wissen, was auf sie zukommt. Unklarheit erzeugt Unsicherheit — und Unsicherheit verhindert den Anruf.

Foto: Ein Porträtfoto, bei dem du freundlich und ruhig wirkst. Kein verschränktes-Arme-Businessfoto, kein Urlaubsschnappschuss. Die Kamera auf Augenhöhe, Blick in die Linse, neutraler Hintergrund. Dieses Foto entscheidet, ob eine Familie dich sympathisch findet — noch bevor sie eine Zeile Text gelesen hat.

Kontakt: Telefonnummer, E-Mail, Kontaktformular. Manche Familien rufen lieber an, andere schreiben lieber. Biete beides an. Und antworte innerhalb von 24 Stunden — wer drei Tage auf eine Antwort wartet, hat längst jemand anderen gebucht.

Was nicht auf die Seite gehört

Kein Zähler (“Über 200 Trauerfeiern begleitet”), keine generischen Stockfotos von Kerzen oder Friedhöfen, keine Textwand über deine Ausbildung. Familien suchen einen Menschen, der ihnen in einer schweren Situation zur Seite steht — keinen Dienstleister, der sich selbst feiert.

Lokale SEO — in deiner Stadt gefunden werden

SEO klingt nach Raketenwissenschaft. Für Trauerredner beschränkt es sich auf vier Grundlagen, die du in einer Stunde umsetzen kannst.

1. Stadtname in den Seitentitel

Der Seitentitel ist das, was Google in den Suchergebnissen als blauen Link anzeigt. Statt “Willkommen auf meiner Website” sollte dort stehen: “Trauerrednerin Freiburg — Sabine Keller” oder “Freier Trauerredner Augsburg und Schwaben — Thomas Brenner”. Dieser eine Satz entscheidet, ob Google dich für die Suche “Trauerredner + Stadt” berücksichtigt.

In Jimdo findest du die Einstellung unter “SEO” → “Seitentitel”. In Squarespace unter “Seiten” → “Seiteneinstellungen” → “SEO”.

2. Meta-Beschreibung formulieren

Die Meta-Beschreibung ist der graue Text unter dem Seitentitel in den Google-Ergebnissen. 150–160 Zeichen, die eine Familie davon überzeugen sollen, auf deinen Link zu klicken. Beispiel: “Freie Trauerrednerin in Freiburg und Umgebung. Persönliche Trauerfeiern, die den verstorbenen Menschen würdigen. Kontakt: 0761 12345678.”

3. Konsistente NAP-Daten

NAP steht für Name, Address, Phone. Dein Name, deine Adresse und deine Telefonnummer müssen auf deiner Website, in deinem Google-Unternehmensprofil und in allen Branchenverzeichnissen identisch sein. Nicht “Sabine Keller” auf der Website und “S. Keller Trauerreden” bei Google. Nicht “Hauptstr. 12” hier und “Hauptstrasse 12” dort. Google wertet Inkonsistenzen als Unsicherheitssignal und rankt dich schlechter.

4. Fünf Bewertungen als Turbo

Google vertraut Anbietern mit Bewertungen mehr als solchen ohne. Fünf Bewertungen mit einem Durchschnitt von 4,5 Sternen oder besser katapultieren dich in den lokalen Ergebnissen nach oben — vorausgesetzt, die anderen Grundlagen stimmen. Jede weitere Bewertung verstärkt den Effekt.

Margit Scholz aus Hannover hat genau diese vier Schritte an einem Wochenende umgesetzt. Seitentitel angepasst, Meta-Beschreibung geschrieben, NAP-Daten abgeglichen, drei Familien um eine Google-Bewertung gebeten. Vier Wochen später tauchte sie erstmals auf Seite eins der Google-Ergebnisse für “Trauerrednerin Hannover” auf. Vorher war sie unsichtbar gewesen — obwohl sie seit sechs Jahren im Raum Hannover arbeitet.

ProvenExpert — Bewertungen bündeln und sichtbar machen

Google-Bewertungen sind gut. Aber manche Familien hinterlassen ihre Rückmeldung lieber per E-Mail oder mündlich. ProvenExpert sammelt alle Bewertungen an einem Ort und zeigt sie als Google-Sterne in den Suchergebnissen an — der sogenannte Rich Snippet.

Was ProvenExpert kann

ProvenExpert ist ein deutsches Bewertungsportal (Sitz: Berlin), das Bewertungen aus verschiedenen Quellen zusammenführt. Du erstellst einen Fragebogen, den du per Link an Familien schickst. Die Bewertungen erscheinen auf deinem ProvenExpert-Profil und — mit dem richtigen Tarif — als Sterne in den Google-Ergebnissen.

Tarife und Kosten

  • Free — 0 €/Monat. Bis zu 10 Bewertungseinladungen pro Monat. Kein Google-Snippet. Für den Start ausreichend.
  • Basic — ab 24,90 €/Monat (jährlich). Unbegrenzte Einladungen, Google-Snippet, ProvenExpert-Siegel für die Website.
  • Plus — ab 39,90 €/Monat (jährlich). Zusätzlich: Bewertungs-Widget, erweiterte Statistiken.

Für die meisten Trauerredner reicht der Free-Tarif für die ersten Monate. Sobald du regelmässig Bewertungen sammelst und die Google-Sterne willst, lohnt sich der Basic-Tarif.

Wie du Bewertungen einsammelst

Der Ablauf ähnelt dem bei Google: eine Woche nach der Trauerfeier eine kurze, persönliche Nachricht. Der Unterschied: Du schickst den ProvenExpert-Link statt des Google-Links. Alternativ bitte Familien um eine Google-Bewertung und lenke andere — etwa Bestatter, mit denen du zusammenarbeitest — auf ProvenExpert.

Ein Tipp aus der Praxis: Manche Familien möchten keine öffentliche Bewertung hinterlassen, weil der Trauerfall zu persönlich ist. Respektiere das. Frag trotzdem — viele sind dankbar für die Gelegenheit, ihre Erfahrung zu teilen. Die Quote liegt bei etwa 25 Prozent, ähnlich wie bei Google.

Online und offline verbinden — der unterschätzte Hebel

Marketing für Trauerredner funktioniert nicht rein digital. Deine Online-Präsenz ist das Schaufenster. Aber der Laden dahinter sind deine persönlichen Kontakte, deine Visitenkarten und dein Ruf bei Bestattern.

Visitenkarten mit QR-Code

Lass Visitenkarten drucken, die auf der Rückseite einen QR-Code zu deinem Google-Bewertungsprofil tragen. Kosten: 30–50 € für 500 Stück bei Flyeralarm oder Vistaprint. Leg sie bei Bestattern aus, gib sie nach Trauerfeiern an Angehörige. Der QR-Code senkt die Hürde — niemand will eine URL abtippen.

Bestatter als Multiplikatoren

Bestatter sind dein wichtigster Vertriebskanal. Aber sie werden dich nur empfehlen, wenn sie wissen, wie du arbeitest. Lade zwei bis drei Bestatter in deinem Umkreis auf einen Kaffee ein. Zeig ihnen dein Google-Profil, deine Website, deine ProvenExpert-Bewertungen. Du gibst ihnen damit Material, mit dem sie dich gegenüber Familien empfehlen können: “Schauen Sie, der Herr Brenner hat lauter gute Bewertungen.”

Netzwerktreffen nutzen

Regionale Bestatter-Stammtische, Innungstreffen oder Branchentage sind Gold für dein Netzwerk. Du triffst nicht nur Bestatter, sondern auch Floristen, Musiker und andere Dienstleister rund um die Bestattung. Jeder von ihnen kann dich weiterempfehlen. Eine Empfehlung vom Organisten wiegt für eine Familie manchmal mehr als ein Google-Eintrag.

Zeitspar-Tipp — digitale Vorbereitung professionalisieren

Marketing bringt Anfragen. Aber jede Anfrage bedeutet Arbeit: Trauergespräch, Recherche, Rede schreiben, Feier halten. Wenn du deine Auslastung durch besseres Marketing steigerst, lohnt es sich, auch die Vorbereitung zu professionalisieren. Tools wie TrauerRede.pro unterstützen bei der Strukturierung des Trauergesprächs und der Redevorbereitung — damit du die gewonnene Zeit für weitere Aufträge nutzen kannst, statt sie in der Textverarbeitung zu verlieren.

Häufige Fehler — und wie du sie vermeidest

Drei Fehler sehe ich bei Trauerredner-Websites immer wieder:

Fehler 1: Kein Foto. Eine Website ohne Gesicht ist wie eine Bewerbung ohne Namen. Familien wollen sehen, wem sie einen der wichtigsten Momente ihres Lebens anvertrauen. Kein Foto, kein Vertrauen, kein Anruf.

Fehler 2: Generische Texte. “Ich begleite Sie einfühlsam in schweren Zeiten” steht auf jeder zweiten Trauerredner-Seite. Was unterscheidet dich? Schreib konkret: Wie führst du das Trauergespräch? Was passiert mit den Geschichten, die dir Familien erzählen? Wie klingt eine Rede von dir?

Fehler 3: Keine Handlungsaufforderung. Deine Seite muss an einer Stelle — am besten oben und unten — klar sagen: “Rufen Sie mich an” oder “Schreiben Sie mir.” Mit Telefonnummer. Mit E-Mail-Adresse. Sichtbar, nicht versteckt im Footer.

Der Wochenend-Fahrplan — alles auf einmal umsetzen

Du musst das nicht über Monate strecken. An einem Wochenende kannst du die vier Bausteine aufsetzen.

Samstag Vormittag (2 Stunden): Google-Unternehmensprofil erstellen. Foto hochladen, Beschreibung schreiben, Kategorie und Einzugsgebiet festlegen.

Samstag Nachmittag (3 Stunden): Website bei Jimdo oder Squarespace aufsetzen. Texte schreiben, Foto einbinden, Kontaktformular aktivieren, Seitentitel und Meta-Beschreibung eintragen.

Sonntag Vormittag (1 Stunde): ProvenExpert-Profil anlegen. Fragebogen erstellen, Link an die letzten drei bis fünf Familien schicken.

Sonntag Nachmittag (1 Stunde): NAP-Daten prüfen. Kontaktdaten auf Website, Google-Profil und eventuellen Brancheneinträgen abgleichen. Visitenkarten mit QR-Code bestellen.

Sieben Stunden Arbeit. Danach bist du online sichtbar, sammelst Bewertungen und wirst von Familien gefunden, die bisher an dir vorbeigesucht haben.

FAQ

Brauche ich als Trauerredner einen Blog auf meiner Website?

Ein Blog kann helfen, ist aber kein Muss. Wenn du regelmässig schreibst — etwa einmal im Monat einen kurzen Beitrag über einen Aspekt deiner Arbeit — stärkt das deine Sichtbarkeit bei Google. Aber ein Blog, der nach drei Einträgen verstaubt, schadet mehr als er nützt. Besser: Konzentriere dich auf eine starke Hauptseite mit allen relevanten Informationen. Ein FAQ-Bereich mit fünf bis acht Fragen, die Angehörige häufig stellen, bringt oft mehr als zehn halbherzige Blogartikel.

Soll ich auf Google Ads setzen, um Anfragen zu gewinnen?

Nur mit Vorsicht und kleinem Budget. Klickpreise für “Trauerredner + Stadt” liegen bei 2–5 € pro Klick. Bei einer Konversionsrate von fünf Prozent zahlst du 40–100 € pro Anfrage. Das kann sich lohnen, wenn dein Honorar bei 600 € oder mehr liegt — aber nur, wenn deine Website auch überzeugt. Schalte keine Anzeigen auf eine Seite, die wie ein Provisorium aussieht. Investiere zuerst in eine professionelle Website und Google-Bewertungen, dann können Anzeigen das Volumen skalieren.

Wie gehe ich mit negativen Bewertungen um?

Antworte sachlich, zeitnah und ohne Rechtfertigung. Bedanke dich für das Feedback und biete ein persönliches Gespräch an. Lösche oder ignoriere negative Bewertungen nicht — potenzielle Kunden achten darauf, wie du mit Kritik umgehst. Eine einzige souveräne Antwort auf eine kritische Bewertung kann mehr Vertrauen aufbauen als zehn Fünf-Sterne-Rezensionen. Sind die Vorwürfe sachlich falsch oder beleidigend, kannst du die Bewertung bei Google oder ProvenExpert melden.

Muss ich mich um Datenschutz auf meiner Website kümmern?

Ja, zwingend. Du brauchst ein Impressum mit deinem vollständigen Namen und deiner Anschrift (§5 TMG), eine Datenschutzerklärung und — sobald du Analyse-Tools oder Kontaktformulare nutzt — einen Cookie-Hinweis. Generatoren wie e-recht24.de oder Datenschutzgenerator.de erstellen eine DSGVO-konforme Datenschutzerklärung kostenlos. Plane dafür eine Stunde ein. Eine Abmahnung wegen fehlendem Impressum kostet dich deutlich mehr als diese Stunde.

Wie oft sollte ich mein Google-Unternehmensprofil aktualisieren?

Mindestens einmal im Quartal. Google bevorzugt aktive Profile. Lade ein neues Foto hoch, aktualisiere deine Öffnungszeiten oder poste einen kurzen Beitrag über deine Arbeit. Das Signal an Google: Dieses Profil wird gepflegt, dieser Anbieter ist aktiv. Redner, die ihr Profil nach der Einrichtung nie wieder anfassen, rutschen in den lokalen Suchergebnissen langsam nach unten.

Lohnt sich ein Eintrag in Branchenverzeichnissen?

Ja, aber gezielt. Kostenlose Einträge bei Das Örtliche, Gelbe Seiten und Yelp stärken dein lokales SEO-Profil, weil Google diese sogenannten Citations als Vertrauenssignal wertet. Achte darauf, dass Name, Adresse und Telefonnummer überall identisch sind — jede Abweichung verwirrt Google. Bezahlte Premium-Einträge für 200–400 € im Jahr lohnen sich selten. Drei bis fünf kostenlose Einträge mit konsistenten Daten reichen aus.

Kann ich Marketing für meine Trauerredner-Tätigkeit von der Steuer absetzen?

Ja, vollständig. Website-Kosten, Hosting, Domain, ProvenExpert-Abo, Visitenkarten, Fahrtkosten zu Netzwerktreffen und sogar die Anschaffung eines Laptops für die Redevorbereitung sind Betriebsausgaben. Sammle alle Belege digital, etwa mit einer App wie Lexoffice (ab 7,90 €/Monat) oder SevDesk (ab 8,90 €/Monat). Dein Steuerberater wird dir bestätigen: Alles, was deiner Kundengewinnung dient, mindert deinen Gewinn und damit deine Steuerlast.

Häufige Fragen